Viel Zeit zum Kuscheln und Kennenlernen, aber auch ein auf und ab der Gefühle – willkommen im Wochenbett! Du bist frischgebackene Mama und kommst endlich […]

Milcheinschuss, Stillposition, Geburtsverletzungen: Ein Neugeborenes zu stillen kann eine wahre Herausforderung sein. Nach einem Kaiserschnitt erschweren ausbleibende Hormone und schmerzende Verletzungen den Still-Start zusätzlich. Aber keine Sorge! Du kannst dein Kind auch nach einer Sectio stillen. In unserem Artikel erfährst du, was es rund um das Thema Stillen nach einem Kaiserschnitt zu beachten gilt und welche Stillpositionen sich besonders anbieten.
Stillen hat viele Vorteile für Mutter und Kind — ganz gleich, ob es sich um eine spontane Geburt oder einen Kaiserschnitt handelt. Muttermilch enthält genau diejenigen Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe, die das Baby für ein gesundes Wachstum braucht. Zudem ist sie stets verfügbar, hygienisch und perfekt temperiert. Nicht zuletzt werden beim Stillen die Hormone Prolaktin und Oxytocin ausgeschüttet, die bei der Rückbildung der Gebärmutter helfen, stress- und schmerzlindernd wirken sowie das emotionale Bindungsverhalten zwischen Mutter und Kind stärken.
Ein wichtiger Unterschied beim Stillen nach einem Kaiserschnitt ist folgender: Im Gegensatz zu einer spontanen Geburt kommt das Baby ohne Kontakt zum vaginalen und fäkalen Mikrobiom der Mutter auf die Welt. Diese sind aber für die Entwicklung einer gesunden Darmflora und Immunsystems unerlässlich. Wird das Kaiserschnittkind gestillt, kann es die benötigten, nützlichen Bakterien und Antikörper über die Muttermilch zu sich nehmen.
Während deiner Schwangerschaft produziert dein Körper die Vormilch, das sogenannte Kolostrum. Aus diesem Grund steht es deinem Kind sowohl nach einer spontanen Entbindung als auch nach einem Kaiserschnitt zur Verfügung.
Was sich hingegen verzögert, ist die sogenannte Übergangsmilch bzw. der Milcheinschuss. Bisher geht man davon aus, dass die veränderte Hormonausschüttung der Mutter Grund hierfür ist. In der Regel vergehen etwa drei Tage bis zum Milcheinschuss nach einem Kaiserschnitt; bis dahin genügt deinem Kind aber in den meisten Fällen die Vormilch.
Möchtest du nach dem Kaiserschnitt stillen, solltest du darauf achten (oder bestehen), so schnell wie möglich Haut-zu-Haut-Kontakt mit deinem Baby zu haben. Neben zahlreichen anderen Vorteilen fördern die hierbei ausgeschütteten Hormone die Milchbildung und regen den Milchspendereflex an. Durch die Duftstoffe der Brustwarzen wird das Baby zudem zum Trinken angeregt.
Solltest du dein Kind aufgrund von Komplikationen oder wichtigen Untersuchungen nicht zeitnah nach der Geburt stillen können, sollte es dennoch möglichst viel von deiner Vormilch erhalten. Sie ist ein wahrer Supertrunk für das Immunsystem deines Kindes und enthält alles, was es in den ersten Tagen braucht. Du kannst das Kolostrum ausstreichen oder mithilfe einer Milchpumpe abpumpen. Dein Baby wird dann mit einem Löffel oder einer Spritze ohne Aufsatz gefüttert.
Nach einem Kaiserschnitt bist du aufgrund der abklingenden Narkose und Schmerzen weniger beweglich. Um dennoch entspannt und möglichst schmerzfrei zu stillen gibt es Stillpositionen, die sich nach einem Kaiserschnitt besonders anbieten:
Das Stillen eines Kindes nach einem Kaiserschnitt ist mit anderen Herausforderungen verbunden als nach einer vaginalen Geburt. Mithilfe kompetenter Ansprechpartner*innen im Krankenhaus und Zuhause sowie einigen Tipps & Tricks gelingt der Still-Start in aller Regel aber problemlos und Mütter können eine gute Stillbeziehung zu ihrem Kind aufbauen.
Neben dem Stillen sollte ein Kaiserschnitt auch beim Thema Rückbildung beachtet werden. Hier sollten Übungen, die Druck oder Zug auf die Narbe ausüben, vermieden werden. Entscheidest du dich für unseren Valana Online-Rückbildungskurs werden unsere Trainer:innen im Vorhinein Informationen zu deiner Geburt einholen und deinen Trainingsplan speziell auf deine Bedürfnisse ausrichten.